• Passportjungle - Ines

Reisestopp - Alles auf Eis & Zeit um umzudenken!

Der Monat November 2020 gibt uns Zeit und die Möglichkeit, auf das Jahr 2020 zurückzublicken. Zurückblicken auf Reisen (wenn du die Möglichkeit hattest), besseres kennenlernen unseres Heimatlandes inklusive der eigenen Umgebung und auf das, was bisher so passiert ist. Es ist schwierig nicht reisen zu dürfen und mit so vielen Einschränkungen – nach einer enormen Freiheit die wir immer hatten, zu leben. Vor allem auch, wenn all das was für dieses Jahr geplant war, nach und nach abgesagt wurde. Planen kann man weder für die letzten Wochen in 2020, noch für eine Reise in 2021. Alles ist mehr oder weniger spontan. Spontanität ist vielleicht auch mal ganz gut! Wir lernen wieder kurzfristige Entscheidungen zu treffen und einfach mal ja oder nein zu sagen, anstatt Wochen bis Monate im voraus zu überlegen, wohin wir wollen, was wir wollen und ob wir es überhaupt wollen. Da aktuell also eine Planung wegfällt und alles spontan von statten geht, bietet sich genau JETZT die Möglichkeit, sich ein wenig mehr mit verantwortungsvollem Tourismus / Reisen auseinander zu setzen. Bereits in meinem letzten Blogbeitrag ging es um ein bewusstes und verantwortungsvolles Leben. Es ging um 10 Tipps, mit denen du bewusster und achtsamer durchs Leben gehst. Wenn du quasi mit dem Grundstein beginnen möchtest, empfehle ich dir, zuerst einen Blick in diesen Beitrag zu werfen.

Ich selbst liebe es zu Reisen, neue Länder zu entdecken, Kulturen kennenzulernen und neue Speisen zu probieren. Ich möchte auch in Zukunft reisen und noch viel von der Welt sehen! Seit über 1,5 Jahren beschäftige ich mich mit den Themen Nachhaltigkeit, verantwortungsvollem Tourismus und einem bewussten Leben. Meinen persönlichen Weckruf, hatte ich im Sommer 2019 und zwar während meines Aufenthalts in Tansania, Sansibar. Hier wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie groß die Unterschiede zwischen Hunger, Versorgung, Ausstattung, Armut und Lebensfreude im Vergleich zu Deutschland tatsächlich sind. Ich stellte mir immer wieder die Frage (die dir vermutlich auch oft durch den Kopf geht): „Wie kann ich Reisen und Nachhaltigkeit nun miteinander kombinieren?“ Immer wieder hört man, es sei nicht möglich. Nachhaltigkeit bedeutet Verzicht, Balkonien und Radreisen. Bullshit!

Ein verantwortungsvoller Tourismus ist möglich, man muss sich nur damit auseinandersetzen. Mir geht es nicht darum dir etwas vorzuschreiben, viel mehr möchte ich dir neue Denkansätze geben, die dich zum Umdenken anregen. Auch ich mache Fehler! Ich mach nicht alles richtig, ich bin auf dem Weg mich stätig zu bessern und dazuzulernen! Wichtig ist, etwas zu verändern! Daher meine Frage an dich: Wie willst du in Zukunft Reisen? Soll alles normal weitergehen oder möchtest du den Konsum gegen Achtsamkeit tauschen? Ich möchte dir heute ein paar Anregungen mit auf den Weg geben, die dir vielleicht den Einstieg in das Thema verantwortungsvoll Reisen / verantwortungsvoller Tourismus erleichtern.


Dein Einstieg in einen verantwortungsvollen Tourismus leicht gemacht:

  1. 3 Säulen-Modell der Nachhaltigkeit: - Ökonomie: Bewusstest Wirtschaften z.B. umweltbewusste Unternehmen unterstützen - Ökologie: Erhalt der Natur z.B. Natur unversehrt lassen, Tiertourismus bewusst fördern - Soziale Gerechtigkeit: Menschenrechte z.B. Kinderarbeit melden, Kennenlernen neuer Kulturen

  2. Recherche: Für mich ist das Sammeln von Informationen das A & O. Je mehr Wissen du hast, desto mehr lernst du dazu, kannst du ändern und zusätzlich weitergeben!

  3. Zweck: Hinterfrag die Planung deiner Reise. Was ist wirklich notwenig und was kann durch umweltfreundliche Alternativen (Anreise, Unterkünfte, Verpflegung, Touren...) beachtet werden.

  4. Alternativen: Jedem ist der Urlaub und das Ziel selbst überlassen! Doch wie wäre es statt einer Wandertour in Kanda die Sächsische Schweiz zu entdecken? Habe regionale Optionen im Kopf.

  5. Auswirkungen: Sei dir bewusst, welche Auswirkung dein Handeln und das vor Ort sein in anderen Ländern hat. Hinterlasse einen möglichst kleinen Fußabdruck z.B. lokale Restaurants statt All-incl.

  6. Benefit: Hinterlasse einen Mehrwert für Land & Leute (bewusste Geldausgabe, Empfehlungen) und auch umgekehrt! Nehm etwas aus dem Reiseland mit (Wissen, Erfahrungen, neue Kontakte).

  7. Anpassungsfähigkeit: Andere Länder, andere Sitten. Sei nicht voreingenommen gegenüber fremden Menschen oder neuen Kulturen, respektiere und akzeptiere diese. Sei offen für neues!

  8. Up to Date: Informier dich über den aktuellen Stand der Dinge. Dazu gehören z.B. Themen wie Klimawandel, Umweltschutz, Tierschutz, Ressourchenverbrauch, Hunger, Armut & die 3. Welt.


Zusatz: Du weißt nicht so recht was du mit deiner Zeit anstellen sollst, möchtest aber gern im Reisefeeling schwelgen? Hier ein paar Inspirationen, wie du deine Zeit überbrücken kannst:

  1. Fotoalbum: Wie wäre es mit einem #Throwback Fotoalbum für deinen Reisebuddy oder für dich selbst? Tipp: Ein Fotoalbum macht sich perfekt als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk.

  2. Kochsession: Statt Urlaub unter Palmen, kannst du dir leckere kulinarische Speisen zu Hause zubereiten. Jede Woche ein neues Gericht?

  3. Fremdsprache lernen: Verstehst du oft nur Bahnhof wenn du in einem anderen Land unterwegs bist? Wie wäre es mit dem Lernen einer neuen Fremdsprache? (Zumindest was die Basics angeht!)

  4. Bucket list: Egal ob Reisen oder Hobbys, schreib dir auf was du unbedingt noch erleben möchtest. Dazu zählen natürlich auch die wunderschönen Orte in Deutschland + Nachbarländer.

  5. Bildung: Les ein Buch welches dich brennend interessiert. Hast du keine Idee? Dann empfehle ich dir FAIRreisen von Frank Herrmann und einen Psychothriller von Sebastian Fitzek "Abgeschnitten"


Nun solltest du gut durch den 2. Lockdown kommen. :) Wenn du Fragen hast oder ein wenig Unterstützung bei der Umsetzung brauchst, kannst du dich jederzeit bei mir melden. Gibt es deinerseits weitere Ideen, dann lass uns gern darüber austauschen! Ansonsten pass auf dich auf und bleib gesund!

PS: Es geht nicht um Verzicht oder Verbote! Es geht darum die Welt ein bisschen besser zu machen und mit offenen Augen zu sehen.



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